Unsere Dozent*innen 2026
Die namhaften Dozent*innen sind das Herzstück der IMAS Meisterkurse. Mit ihrer künstlerischen Qualität, der langjährigen Erfahrung und der Liebe zur Musik gelingt es ihnen, die jungen Teilnehmer*innen zu inspirieren.
PROF. CHRISTOPH PRÈGARDIEN
Seine klare und präzise Stimmführung sowie seine intelligente Diktion, gepaart mit der Fähigkeit, sich in den psychologischen Kern einer Rolle zu begeben, machen Christoph Prégardien zu einem der bedeutendsten lyrischen Tenöre unserer Zeit. Ganz besonders geschätzt wird sein Schaffen als Liedsänger. Häufig ist Christoph Prégardien als Solist bei großen internationalen Orchestern zu erleben. So konzertierte er mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie dem Boston und San Francisco Symphony Orchestra und arbeitete mit Dirigenten wie Barenboim, Metzmacher und Thielemann zusammen.
Sein Orchesterrepertoire umfasst neben den großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik auch Werke des 17. und 20. Jahrhunderts. Zu seinen Opernpartien gehören Tamino, Almaviva, Fenton (Falstaff), Don Ottavio, Titus, Ulisse und Idomeneo.
Seine langjährige Erfahrung als Sänger der großen Evangelisten-Partien und die intensive Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Nagano, Chailly, Herreweghe, Harnoncourt, Luisi und Gardiner sind für Christoph Prégardien ideale Voraussetzung, sich diesem Repertoire auch als Dirigent zu nähern. Seit dem internationalen Erfolg seines Dirigierdebüts im Jahr 2012 mit dem Ensemble Le Concert Lorrain und dem Nederlands Kamerkoor leitet er regelmäßig renommierte Klangkörper wie das Balthasar-Neumann-Ensemble, den Dresdner Kammerchor, das Collegium Vocale Gent sowie den RIAS Kammerchor.
Einen Großteil seines Repertoires hat der Sänger auf über 150 Tonträgern dokumentiert, ausgezeichnet unter anderem mit dem Orphée d’Or der Académie du Disque Lyrique, dem Edison Award, dem Cannes Classical Award und dem Diapason d’Or. Beim Label Challenge veröffentlichte er nach Schuberts Schwanengesang (mit Andreas Staier) und Die schöne Müllerin (mit Michael Gees) – ausgezeichnet unter anderem als Editor‘s Choice des Magazins Gramophone und mit dem MIDEM Record of the Year Award – Hugo Wolfs Italienisches Liederbuch (mit Julia Kleiter), Between Life and Death, Wanderer, die Grammy-nominierte Neueinspielung der Winterreise (alle mit Michael Gees) sowie Father and Son mit seinem Sohn Julian Prégardien. Die Schubert-CD Poetisches Tagebuch (mit Julius Drake) wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2016 ausgezeichnet. Zu den neuesten CDs gehören mit dem Vox Orchester für Sony eingespielte Kantaten von Telemann und Bach, bei denen er erstmals als Bariton zu hören ist, sowie eine 2019 bei Challenge veröffentlichte neue Aufnahme von Schumanns Dichterliebe und Wagners Wesendonck-Liedern (mit Michael Gees). In Zusammenarbeit mit dem Warschauer Chopin Institut entstand zudem kürzlich eine mit Christoph Schnackertz eingespielte CD mit Liedern von Paderewski, Moniuszko und Duparc, sowie eine Neuaufnahme von Schuberts Schwanengesang und Schumanns Liederkreis op. 39 (mit Julius Drake).
Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die pädagogische Arbeit. Nach mehreren Jahren an der Hochschule für Musik und Theater Zürich unterrichtet er neben weltweiten Meisterkursen seit 2004 als Professor an der Musikhochschule Köln.
PROF. NICK DEUTSCH
Bereits mit 13 Jahren begann Nick Deutsch ein Studium am Musikkonservatorium in Sydney, später am Victorian College of the Arts in Melbourne bei Anne Gilby, wo er seinen Abschluss machte und 1993 mit dem Gwen-Nisbet-Preis für den hervorragendsten Studenten ausgezeichnet wurde. Ein Stipendium ermöglichte ihm weitere Studien bei Diethelm Jonas an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen.
Von 2003 bis 2010 war Nick Deutsch Solo-Oboist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. An der Hochschule für Musik Mainz war er von 2004 bis 2010 Professor für Oboe, seit 2010 ist er in gleicher Position an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.
Als Solo-Oboist arbeitete er mit Orchestern wie dem Chamber Orchestra of Europe, den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Radio-Symphonie-Orchester Frankfurt und weiteren Orchestern in Köln, Stuttgart, Berlin und München, mit den Opernhäusern in München, Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, Mannheim, Karlsruhe, Bayreuth, Stuttgart, Oslo und Tel Aviv unter weltberühmten Dirigenten wie Zubin Mehta, James Levine, Kurt Masur, Lorin Maazel, Gustavo Dudamel, Semyon Bychkov und Ivan Fischer. Er tritt regelmäßig als Solo-Oboist mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf und war von 2004 bis 2011 Mitglied des Budapester Festival-Orchesters.
Als Solist spielte er mit Orchestern wie der Camerata Salzburg, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Bach Kollegium Stuttgart, dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, der Polnischen Kammerphilharmonie, der Real Filharmonia de Galicia (Spanien) sowie dem Münchener Kammerorchester. Als Kammermusikpartner ist er Gründungsmitglied des Hindemith-Quintetts in Frankfurt am Main und trat mit dem Ensemble Modern, dem Linos Ensemble und der von András Schiff gegründeten Cappella Andrea Barca auf.
Nick Deutsch konzertierte im Rahmen internationaler Musikfestivals wie den Salzburger Festspielen, dem Edinburgh International Festival, BBC Proms, La Folle Journée, Menuhin Festival Gstaad, Rheingau Musik Festival, Prager Frühling, Bachwoche Ansbach, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Schwetzinger Festspielen, Schleswig-Holstein Musik Festival, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, den Weilburger Schlosskonzerten, Musikfest Stuttgart, der Münchener Biennale, dem Walled City Festival in Derry, dem Pazifischen Musikfestival in Japan, dem Internationalen Tongyeong Musikfestival in Korea, dem Festival der Mehli Mehta Musikstiftung in Mumbai, dem Internationalen Felcia-Blumentahl-Musikfestival in Tel Aviv und dem Sydney Festival.
PROF. ANTTI SIIRALA
Der finnische Pianist Antti Siirala hat sich als einer der besten Pianisten seiner Generation etabliert. Immer wieder werden seine reiche Palette von Klangschattierungen, seine differenzierte, sangliche Phrasierung und gestalterische Intelligenz gerühmt.
Antti Siirala ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der Leeds International Piano Competition. 1997 gewann er den Internationalen Beethoven-Klavierwettbewerb Wien als jüngster Preisträger dessen Geschichte. Daraus resultierte in den Folgejahren die Aufführung aller Klavierwerke Beethovens an der Sibelius-Akademie in Helsinki und ein Beethoven-Schwerpunkt in Siiralas Repertoire.
Er musiziert mit namhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, François-Xavier Roth, Esa-Pekka Salonen oder Sakari Oramo und Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Rundfunk-Sinfonieorchestern von HR, NDR, SWR und WDR, den Bamberger Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Wiener Symphonikern, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, dem Residentie Orkest, den Göteburger Symphonikern, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der San Francisco Symphony und dem NHK Symphony Orchestra Tokyo. Zu Antti Siiralas Kammermusikpartnern zählen Carolin Widmann, Baiba Skride, Lawrence Power, Tanja Tetzlaff, Jan Vogler und Sharon Kam.
Meilensteine waren Recitals in der Klavierreihe der Berliner Philharmoniker, beim Klavier-Festival Ruhr und beim Lucerne Festival, in Konzerthäusern wie der Kölner Philharmonie, der Londoner Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Metropolitan Museum New York oder der Tonhalle Zürich. Außerdem war Antti Siirala für drei Jahre Artist in Residence in der Reihe „Junge Wilde“ des Konzerthauses Dortmund.
In letzter Zeit gab Antti Siirala sein Debüt beim Litauischen Kammerorchester, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Qatar Philharmonic Orchestra. Außerdem folgte er Wiedereinladungen zur NDR Radiophilharmonie Hannover und zur Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken. In dieser Saison kehrt er unter anderem zum Residentie Orkest für Konzerte in Den Haag und Utrecht zurück.
CD-Einspielungen, für die er mehrmals den Editor’s Choice Award des Gramophone Magazins erhielt, erschienen bei Sony (Schuberts Forellenquintett mit neukomponierten Variationen) sowie bei Naxos (Werke von Brahms und Schubert-Transkriptionen). Weitere Aufnahmen sind die drei letzten Beethoven-Sonaten (AVI-Music) und Beethovens Tripelkonzert (Sony, mit The Knights, Colin Jacobsen und Jan Vogler).
Antti Siirala unterrichtet als Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München.
Prof. Boris Kusnezow
Boris Kusnezow zählt zu den gefragtesten Klavierpartnern seiner Generation. Er konzertiert mit herausragenden Instrumentalisten und Sängern weltweit. Seine Auftritte führten ihn in Konzertsäle wie die Carnegie Hall New York, das Mariinski- Theater St. Petersburg, die Kioi-Hall Tokio, den Münchner Gasteig und die Berliner Philharmonie. Zwölf CD-Einspielungen in diversen Besetzungen und Rundfunkaufnahmen dokumentieren die künstlerischen Aktivitäten des Pianisten. Die Fachpresse (FAZ, Süddeutsche, Fono Forum u.v.m.) würdigt ihn als herausragenden Kammermusiker. Zudem erhielten mehrere CDs Nominierungen für den Opus Klassik und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Boris Kusnezow ist darüber hinaus als offizieller Klavierpartner für Streichinstrumente und Gesang zu Gast bei den wichtigsten internationalen Wettbewerben. Dazu zählen der ARD-Wettbewerb München, der Joseph-Joachim-Wettbewerb Hannover, der Internationale Violinwettbewerb Stuttgart und der Königin Elisabeth Wettbewerb Brüssel.
In Moskau geboren begann Boris Kusnezow seine musikalische Ausbildung an der traditionsreichen Gnessin- Akademie. Seit seinem achten Lebensjahr lebt er in Deutschland und absolvierte sein Studium bei Prof. Bernd Goetzke in Hannover. Es folgten der Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs, internationale Auszeichnungen wie das Fellowship des Borletti-Buitoni Trusts sowie Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Neben dem aktiven Musizieren ist Boris Kusnezow Gründer der Klavier-Kammermusik Akademie „Chamber Lab" im italienischen Montecastelli, künstlerischer Leiter eines internationalen Meisterkurses im Schloss Bückeburg (IMAS) und engagiert sich ehrenamtlich für die Loewe Stiftung im Bereich Musikförderung. Das Unterrichten ist ein wichtiges Element im künstlerischen Schaffen des Pianisten. 2020 wurde er zum Professor für Klavier-Kammermusik an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig berufen.
Dozenten 2025
Prof. Christoph Ess
Prof. Michelle Breedt
Prof. Peter Bruns
Prof. Boris Kusnezow
Dozenten 2024
Prof. Matti Raekallio
Prof. Christiane Iven
Prof. Dorin Marc
Prof. Boris Kusnezow
Dozenten 2023
Matti Raekallio
Werner Güra
Tobias Feldmann
Boris Kusnezow
Dozenten 2022
Bernd Goetzke
Christiane Iven
Reinhold Friedrich
Dozenten 2021
Bernd Goetzke
Hedwig Fassbender
Martin Spangenberg
Dozenten 2019
Bernd Goetzke
Werner Güra
Natalia Prishepenko
Dozenten 2018
Bernd Goetzke
Christiane Iven
Claudio Bohórquez
Dozenten 2017
Bernd Glemser
Lars Woldt
Arno Bornkamp
Dozenten 2016
Bernd Goetzke
Krzysztof Wegrzyn
Martin Spangenberg
Dozenten 2015
Bernd Goetzke
Christiane Iven
Marie-Luise Neunecker
Dozenten 2014
Bernd Goetzke
Wolfgang Emanuel Schmidt
Charlotte Lehmann
Dozenten 2013
