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Unsere Dozenten 2022

Die namhaften Dozentinnen und Dozenten sind das Herzstück der IMAS Meisterkurse. Mit ihrer künstlerischen Qualität, der langjährigen Erfahrung und der Liebe zur Musik gelingt es ihnen, die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu inspirieren. Die IMAS bietet jeweils drei Meisterkurse an, wobei das Klavier gesetzt ist und die anderen Fächer variieren.

Professor Bernd Gotzke am Flügel

PROF. BERND GOETZKE

Bernd Goetzke wurde in Hannover geboren, wo er als 13-Jähriger zu einem Frühstudium an der Musikhochschule zugelassen wurde. Sein Studium bis zum Konzertexamen absolvierte er bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Zahlreiche Preise in internationalen Wettbewerben (u.a. in Paris, Epinal, Athen, Mailand und Brüssel) markieren seinen künstlerischen Werdegang, zu dem auch Unterrichtskontakte mit Wilhelm Kempff und Claudio Arrau (jeweils in Beethoven-Kursen), vor allem aber seine langjährige Zusammenarbeit mit Arturo Benedetti Michelangeli, der Bernd Goetzke als seinen letzten Schüler bezeichnete, gehören. 1982 wurde Bernd Goetzke in Hannover zum Professor berufen und hat sich seitdem in zunehmendem Maße um die Nachwuchsförderung verdient gemacht – auf verschiedenen Ebenen in- und außerhalb der Hochschule. Hier ist vor allem die Gründung des IFF (Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter) als Studiengang der Hochschule zu nennen – ein bundesweit einmaliges Modell. Außerdem betreut er eine große und internationale Klasse von jungen Pianisten, unter denen sich viele Preisträger befinden, gibt weltweit Meisterkurse und wird oft von großen internationalen Wettbewerben in die Jury geladen. Die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts bildet seit einigen Jahren einen der Schwerpunkte in Bernd Goetzkes Konzertrepertoire. Hier faszinieren ihn die enorme stilistische Vielfalt zwischen der Spätromantik und der Avantgarde. Debussy und Messiaen, in deren Nachfolge zeitgenössische japanische Meister, aber auch Bartók, Skrjabin, Schönberg oder Gershwin wären hier zu nennen.

Christiane Iven

Prof. Christiane Iven

Die vielseitige Künstlerin war als Konzert- und Liedsängerin tätig und ebenso auf der Opernbühne zuhause. Begonnen hat Christiane Iven ihre Konzert- und Opernkarriere als Mezzosopran und wechselte dann später in das Sopranfach. Ihre Stimme, als dunkel timbrierter Sopran, war immer im sogenannten „Zwischenfach" zuhause.
Unter anderem war sie viele Jahre Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Dort und an weiteren deutschen und europäischen Opernhäusern arbeitete Sie mit dem Regieteam Jossi Wieler und Sergio Morabito, mit Calixto Bieto, Claus Guth, Luc Perceval, Andreas Homoki, Stephan Herheim, Andrea Moses und anderen.
Ihre wichtigsten Partien waren Feldmarschallin (Rosenkavalier), Agathe (Freischütz), Didon (Les Troyens), Marie (Wozzeck), Kundry (Parsifal), Strauss' Ariadne (Titelpartie), Elvira (Don Giovanni), Emilia Marty (Die Sache Makropulos), Sieglinde (Walküre) und Isolde (Tristan und Isolde).

Konzerte gab sie mit bedeutenden Orchestern, darunter die Academy of St. Martin in the Fields, das Concertgebouworkest Amsterdam, Bamberger Symphoniker, Ensemble Intercontemporaine, NDR-Sinfonieorchester, NHK Symphony Orchestra Tokyo, RSO Berlin, Oslo Philharmonic, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestra Filarmonica della Scala, Münchner Philharmoniker und Tschechische Philharmonie unter dem Dirigat von Marc Albrecht, Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Teodor Currentzis, John Elliot Gardiner, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Heinz Holliger, Marco Letonja, Shao-Chia Lü, Sir Neville Marriner, Matthias Pintscher, Helmut Rilling, Michael Schoenwandt, Christian Zacharias und Lothar Zagrosek.
Zu ihrem meistgesungenen Repertoire gehörten die Sieben frühen Lieder von Alban Berg, die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner, Rückert-Lieder, das Lied von der Erde, Lieder eines fahrenden Gesellen und Lieder aus des Knaben Wunderhorn von Gustav Mahler, die Lyrische Sinfonie von Alexander Zemlinsky, als auch die Vier letzten Lieder von Richard Strauss.
Ihre Liederabende mit Burkhard Kehring, Igor Levit, Wolfram Rieger, András Schiff, Jan Philip Schulze unter vielen anderen waren für Christiane Iven ein Zentrum ihrer Konzerttätigkeit und ihre besondere Leidenschaft. Sie war bei bedeutenden Musikfestivals, darunter dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Luzerner Festwochen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Schwetzinger SWR Festspielen zu Gast.

Christiane Iven wurde in Hamburg geboren, studierte in ihrer Heimatstadt bei KS Prof. Judith Beckmann an der Hochschule für Musik und Theater und ergänzte ihr Studium mit Lied-Interpretationskursen bei Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.
Sie war Stipendiatin des Steans Institute of Music beim Ravinia-Festival (USA), des Richard-Wagner-Verbandes und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1990 wurde sie Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs und gewann in den folgenden Jahren Preise mehrerer internationaler Lied-Wettbewerbe.
Ihre Begeisterung für Musik entdeckte Christiane Iven bereits in ihrer Schulzeit. Sie sang viele Jahre im Chor der St. Michaeliskirche in Hamburg unter Günter Jena. Während Ihres Studiums arbeitete sie als ständige Aushilfe im Chor des NDR. Vor allem die Musik von Johann Sebastian Bach, dessen Passionen und Kantaten waren in dieser Zeit ihr musikalischer Mittelpunkt und haben sie bis heute tief geprägt.
Nach anfänglichen, kleinen Partien an der Staatsoper Hamburg wurde sie 1992 Ensemblemitglied am Theater Bremen. 1996 wechselte sie dann an das Nationaltheater Mannheim, wo sie Partien wie Octavian (Der Rosenkavalier), Komponist (Ariadne auf Naxos) oder Charlotte (Werther) sang. Es folgte 2001 ein Engagement als festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Hannover und 2006 an der Staatsoper Stuttgart.
Für ihre künstlerischen Leistungen wurde sie 2005 mit dem Niedersächsischen Staatspreis ausgezeichnet und 2011 zur baden-württembergischen Kammersängerin ernannt.
Einen weiteren Schwerpunkt stellt Christiane Ivens erfolgreiche Arbeit als Gesangspädagogin dar. Von 2001-2007 war sie Professorin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit dem Wintersemester 2013/14 hat Christiane Iven eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München inne. Sie ist Jurymitglied bei internationalen Gesangswettbewerben und gibt zahlreiche Meisterkurse u.a. bei der Internationalen Musikakademie für Solisten (IMAS) auf Schloss Bückeburg, bei der Internationalen Bachakademie in Stuttgart, der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie und an der Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg.
Darüber hinaus arbeitet Christiane Iven als Coach und Beraterin im Bereich Musik, Theater und Pädagogik.

Reinhold Friedrich

Prof. Reinhold Friedrich

Reinhold Friedrich, geboren in Weingarten/Baden, ist seit seinem Erfolg beim ARD- Wettbewerb 1986 auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast. Geprägt durch seine Lehrer Edward H. Tarr (Schola Cantorum Basiliensis, Basel) und Pierre Thibaud (Conservatoire Superieure de Musique Paris) gehören alte und neue Musik für ihn zusammen. Die Wiederentdeckung vergessener Werke der Romantik und der klassischen Moderne liegt ihm besonders am Herzen, ebenso sein Interesse an der Avantgarde. Das dokumentieren seine zahlreichen Erst- und Uraufführungen. Seine Vision: Die Trompete singt!
Sein Debüt bei den Berliner Festwochen gab er mit „Sequenza X" von Luciano Berio. Bei seinem ersten Auftritt als Solist im Wiener Musikverein spielte er mit der Wiener Akademie unter Leitung von Martin Haselböck das Trompetenkonzert von Joseph Haydn auf der historischen Klappentrompete. Die Beschäftigung mit der historischen Aufführungspraxis brachte ihn mit Orchestern wie dem Orchestre des Champs-Elysees, La Stagione Frankfurt, dem Kammerorchester Basel, L'arte del mondo, dem Concerto Melante und den Berliner Barock Solisten, aber auch der Cappella Andrea Barca unter der Leitung von Sir András Schiff zusammen. Das zentrale Stück dieser Zusammenarbeit war oft das zweite Brandenburgische Konzert von J.S. Bach, dessen Wiedergabe ihm im Besonderen am Herzen liegt.
Im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Kompositionen brachte Reinhold Friedrich eine große Anzahl an bedeutenden Werken zur Ur- und Erstaufführung. Dazu zählen Werke von Wolfgang Rihm, aber auch von Carola Bauckholt, Luciano Berio, Edison Denissov, Peter Eötvös, Hans Werner Henze, Adriana Hölszky, Nicolaus A. Huber, Luca Lombardi, Benedict Mason, Sir Peter Maxwell Davis, Hilda Parèdes, Matthias Pintscher, Jan Rääts, Rebecca Saunders, Nina Šenk, Enjott Schneider, Daniel Schnyder, Gerhard Stäbler, Eino Tamberg, Caspar Johannes Walter, Christian Wolff und Benjamin Yusopov. Solokonzerte wie „Eirene" von Herbert Willi (Wergo) und „Nobody knows de trouble I see" von Bernd Alois Zimmermann, dessen CD-Einspielung 1994 mit einem ECHO-Klassik ausgezeichnet wurde, bilden dabei wichtige Bestandteile seines breit gefächerten Repertoires.
Als Solist konzertierte Reinhold Friedrich weltweit mit Ensembles wie den Bamberger und Wiener Symphonikern, den Staatsopern Berlin und Stuttgart, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Frankfurter Museumsorchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie Prag, dem Orchester des Teatro Colon, Buenos Aires sowie allen deutschen Rundfunk-Sinfonieorchestern; u. a. unter der Leitung von Semyon Bychkov, Dennis Russell Davies, Peter Eötvös, Wladimir Fedossejev, Adam Fischer, Michael Gielen, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood, Manfred Honeck, Eliahu Inbal, Krystjan und Neeme Järvi, Dmitri Kitajenko, Sir Neville Marriner, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons, Jonathan Nott, Kazushi Ono, Matthias Pintscher, Trevor Pinnock, Stanislav Skrowaczewski und Hans Zender.
Von 1983-1999 war Reinhold Friedrich Solotrompeter des Radio Sinfonieorchesters Frankfurt. Claudio Abbado ernannte ihn 2003 zum ständigen Solotrompeter des Lucerne Festival Orchestra, das seit 2017 von Riccardo Chailly geleitet wird. Ferner ist Reinhold Friedrich künstlerischer Leiter von Lucerne Festival Orchestra Brass. Derzeitige Kammermusikpartner von Reinhold Friedrich sind Thomas Duis, Bernd Glemser, und Eriko

Takezawa (Klavier), Robyn Schulkowsky (Perkussion), Iveta Apkalna, Sebastian Küchler- Blessing, Martin Lücker und Christian Schmitt (Orgel).
Reinhold Friedrich ist Professor für Trompete an der Hochschule für Musik Karlsruhe, weltweit gefragter Dozent für Meisterkurse und Honorarprofessor an der Royal Academy of Music in London, der Sibelius-Akademie Helsinki, der Escuela Superior de Musica REINA SOFIA in Madrid sowie in Hiroshima/Japan. Seine ehemaligen Studenten waren Preisträger bei nahezu allen großen internationalen Wettbewerben und haben führende Positionen bzw. Professuren u.a. im gesamten europäischen Raum sowie in Tokio, Tel Aviv, Moskau, Rio de Janeiro inne.
Einen weiteren ECHO-Klassik erhielt Reinhold Friedrich für die Einspielung der „Russischen Trompetenkonzerte" (MDG) mit dem Göttinger Symphonie Orchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller. Zahlreiche weitere CD-Einspielungen dokumentieren sein facettenreiches Schaffen, darunter eine CD mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von George Benjamin, die Ersteinspielung des Trompetenkonzerts „Pieta" von Christian Jost (Coviello) sowie die Aufnahme des zweiten Brandenburgischen Konzertes (Sony) mit den Berliner Barock Solisten unter der Leitung von Reinhard Goebel, ausgezeichnet mit dem OPUS Klassik Preis 2018. In Planung ist eine Aufnahme Strawinskys L'histoire du Soldat (u.a. mit Isabelle Faust) in der Wigmore Hall London.
Konzerte führen ihn in den kommenden Jahren u.a. in die Elbphilharmonie (Konzert von Bernd Alois Zimmermann), zum Osaka Century Symphony Orchestra und zum Hiroshima Symphony Orchestra (Konzert von Toshio Hosokawa), nach Sibirien (UA „Spirit of Siberia" von Enjott Schneider), zum National Orchester Yerevan (Konzert von Ilya Chakov), mit Wolfgang Rihms Trompetenkonzert „Marsyas" nach Australien und zu dem Lucerne Academy Orchestra unter der Leitung von George Benjamin, mit Nuria Rial zu den Händel- Festspielen nach Halle sowie mit den Berliner Barock Solisten unter Leitung von Reinhold Goebel nach Lutry und Versailles. Ferner wird er in Katowice, Warschau, Wroclaw, Genf, Groningen, Hamburg, Bremen, Freiburg, Düsseldorf, Nürnberg, Lyon, in Armenien, Korea und Taiwan zu hören sein.

Dozenten 2021

Klavier

Bernd Goetzke

Gesang

Hedwig Fassbender

Klarinette

Martin Spangenberg

Dozenten 2019

Klavier

Bernd Goetzke

Gesang

Werner Güra

Violine

Natalia Prishepenko

Dozenten 2018

Klavier

Bernd Goetzke

Gesang

Christiane Iven

Violoncello

Claudio Bohórquez

Dozenten 2017

Klavier

Bernd Glemser

Gesang

Lars Woldt

Saxophon

Arno Bornkamp

Dozenten 2016

Klavier

Bernd Goetzke

Violine

Krzysztof Wegrzyn

Klarinette

Martin Spangenberg

Dozenten 2015

Klavier

Bernd Goetzke

Gesang

Christiane Iven

Horn

Marie-Luise Neunecker

Dozenten 2014

Klavier

Bernd Goetzke

Violoncello

Wolfgang Emanuel Schmidt

Gesang

Charlotte Lehmann

Dozenten 2013

Klavier

Bernd Goetzke

Violoncello

Wolfgang Emanuel Schmidt

Gesang

KS Helen Donath